Eine Innenwand verputzen: Eine umfassende Schritt-für-Schritt-Anleitung

Warum sollte man eine Innenwand verputzen?

Das Verputzen einer Innenwand bietet folgende Vorteile:

  • Unregelmäßigkeiten zu kaschieren: Risse, Löcher, sichtbare Fugen.

  • Die Oberfläche glätten: um das Auftragen von Farbe oder das Anbringen von Tapeten zu erleichtern.

  • Das allgemeine Erscheinungsbild des Raums verbessern: Eine gut verputzte Wand sorgt für ein sauberes und gepflegtes Erscheinungsbild.

Dies ist auch ein wichtiger Schritt, wenn Sie gerade eine Gipskartonwand eingebaut haben oder eine alte Wand aus Ziegeln oder Betonsteinen renovieren. Und falls Ihr Untergrund Probleme bereitet, lesen Sie auch, was Sie bei einer unebenen Wand tun können.

Die verschiedenen Arten von Innenwandputz

Je nach Untergrund und gewünschtem Ergebnis gibt es verschiedene Putzarten:

Spachtelmasse

Wird zum Ausfüllen von Löchern und tiefen Rissen verwendet. Er wird vor dem Glättputz punktuell als erste Schicht aufgetragen.

Glattspachtel

Dieser sehr feine Putz wird auf die gesamte Fläche aufgetragen, um eine perfekt glatte Wand zu erhalten, die zum Streichen oder Tapezieren bereit ist. Für eine einfache und schnelle Endbearbeitung können Sie sich auch für eine klebbare Wandverkleidung entscheiden.

Dekorputz

Er sorgt für einen ästhetischen Effekt (Betonoptik, abgeriebene Oberfläche, gewachste Optik …), erfordert jedoch ein gewisses Maß an handwerklichem Geschick.

Gebrauchsfertiger oder pulverförmiger Putz

Gebrauchsfertige Spachtelmassen sind praktisch, vor allem für kleine Flächen. Die Pulvervarianten, die mit Wasser angerührt werden, sind bei großen Flächen kostengünstiger.

Schritte zum Verputzen einer Innenwand

Hier sind die wichtigsten Schritte für eine saubere und effiziente Arbeit:

1. Die Wand vorbereiten

  • Entstauben und reinigen Sie die Oberfläche.

  • Entfernen Sie alte, abblätternde Farbschichten oder Tapeten.

  • Füllen Sie Löcher und Risse mit einem geeigneten Spachtelmasse auf.

  • Schützen Sie den Boden mit einer Plane.

2. Tragen Sie bei Bedarf eine Grundierung auf

Bei sehr porösen Wänden (Putz, rohe Betonsteine) kann eine Haftgrundierung für eine bessere Haftung des Putzes sinnvoll sein.

3. Den Glättputz auftragen

  • Verwenden Sie eine Spachtel oder eine Glättkelle.

  • Tragen Sie die Spachtelmasse in einer dünnen Schicht in horizontalen oder vertikalen Streifen auf.

  • Glätten Sie die Masse, ohne zu stark auf zu drücken, um Spuren zu vermeiden.

4. Trocknen lassen

Halten Sie die angegebene Trocknungszeit ein (je nach Schichtdicke oft 12 bis 24 Stunden).

5. Schleifen und reinigen

  • Schleifen Sie die Wand mit feinem Schleifpapier (Körnung 120 bis 180) ab. Wenn Sie unsicher sind, finden Sie hier die richtige Körnung zum Schleifen je nach Untergrund.

  • Entstauben Sie die Fläche gründlich mit einem feuchten Schwamm oder einem Staubsauger.

Für ein wirklich glattes und streifenfreies Ergebnis befolgen Sie unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Schleifen einer Wand.

6. Bei Bedarf eine zweite Schicht auftragen

Sollte das Ergebnis nicht vollkommen glatt sein, kann vor dem erneuten Schleifen ein zweiter Durchgang aufgetragen werden.

Tipps für den erfolgreichen Putz einer Innenwand

  • Arbeiten Sie in Bereichen von 1 m², damit der Putz frisch bleibt und sich leicht glätten lässt.

  • Verwenden Sie saubere und gut geschliffene Werkzeuge.

  • Vermeiden Sie zu niedrige oder zu hohe Temperaturen (empfohlen werden Temperaturen zwischen 10 °C und 25 °C).

  • Nehmen Sie sich Zeit: Das Verputzen sollte nicht in Eile erfolgen.

Müssen alle Innenwände verputzt werden?

Nicht unbedingt. Neue oder stark beschädigte Wände müssen oft vollständig verputzt werden. Bei Wänden in gutem Zustand hingegen kann vor dem Streichen ein einfacher, leichter Glättputz ausreichen.

Kann man direkt auf den Putz streichen?

Ja, vorausgesetzt, er ist gut getrocknet, abgeschliffen und staubfrei. Vor dem Streichen wird eine spezielle Spachtelgrundierung empfohlen, um Flecken zu vermeiden und ein gleichmäßiges Ergebnis zu erzielen.

Häufig gestellte Fragen

Wie verputzt man eine Innenwand richtig?

Bereiten Sie die Wand vor, tragen Sie bei Bedarf eine erste Schicht Spachtelmasse auf und anschließend einen Glättputz auf die gesamte Fläche. Glätten Sie die Oberfläche sorgfältig, lassen Sie sie trocknen, schleifen Sie sie ab, entfernen Sie den Staub und wiederholen Sie den Vorgang gegebenenfalls.

Welchen Putz sollte man für eine Innenwand aus Betonsteinen wählen?

Verwenden Sie zunächst einen Ausgleichsputz für Unebenheiten, anschließend einen Glättespachtel in zwei Arbeitsgängen. Bei großen Flächen sollten Sie Pulverputze bevorzugen.

Kann man eine bereits gestrichene Wand verputzen?

Ja, aber man muss den vorhandenen Anstrich leicht abschleifen, die Wand abwaschen und gegebenenfalls vor dem Verputzen eine Haftgrundierung auftragen.

Was ist der Unterschied zwischen Spachtelmasse und Glättespachtel?

Ersterer füllt tiefe Unebenheiten auf, letzterer dient dazu, die Oberfläche zu glätten. Sie ergänzen sich und werden oft zusammen verwendet.

Wie lange dauert es, eine Wand zu verputzen?

Je nach Größe der Wand und der Anzahl der Arbeitsgänge sollten Sie zwischen 1 und 2 Tagen einplanen, einschließlich der Trocknungszeiten zwischen den Schichten.

Das Verputzen einer Innenwand ist ein entscheidender Schritt für ein makelloses Ergebnis. Wenn Sie die bewährten Verfahren befolgen, die richtigen Produkte (Spachtel- und Glättespachtel) auswählen und die Trocknungszeiten einhalten, erhalten Sie eine perfekt glatte Wand, die bereit ist für den Anstrich oder die Dekoration. Ob der Untergrund nun aus Betonsteinen, Gips oder Ziegeln besteht – ein fachgerecht aufgetragener Putz macht den Unterschied.

Kategorien
Wasserdichte Wandpan... 73 3D-Wandpaneele 4 Akustik-Wandpaneele 2 Schwarze Wandtafel 1 Alle Produkte
🏠 Startseite 🛍️ Produkte 📋 Kategorien 🛒 Warenkorb